Bydgoszcz ist auf vielen Wegen erreichbar. Die Stadt lässt sich bequem mit dem Auto oder dem Zug erreichen, außerdem verfügt sie über einen Flughafen, der relativ nah am Stadtzentrum liegt.
Während der Weihnachtszeit gehört ein Besuch des Weihnachtsmarktes – sowohl tagsüber als auch am Abend – fast schon zum Pflichtprogramm. In jeder Atmosphäre wirkt er wirklich zauberhaft.
Bydgoszcz ist eine Stadt am Wasser, daher lohnt sich eine Schifffahrt auf jeden Fall. Obwohl das Angebot in der Herbst- und Wintersaison eingeschränkt ist, kann man weiterhin mit einer der neuesten Ergänzungen der Bydgoszczer Flotte fahren – der Wenecja. Reservierungen und Tickets sind auf der Website erhältlich:
https://rejsybydgoszcz.pl/produkt/bilet-na-rejs/
In der Nähe des Alten Marktplatzes lohnt sich ein Besuch der Bydgoszczer Kathedrale, die vor allem durch das Gemälde „Unsere Liebe Frau von der Schönen Liebe“, auch bekannt als Madonna mit der Rose, berühmt ist. Die genaue Geschichte dieses Bildes ist nicht vollständig bekannt, es wird jedoch angenommen, dass es aus dem 15. Jahrhundert stammt.
Die Geschichte der Kirche selbst reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, als hier zunächst ein Holzbau errichtet wurde. Dieser wurde beim Brand von 1425 zerstört. Noch im selben Jahr begann der Wiederaufbau, der 1466 abgeschlossen wurde und der Kathedrale eine Form verlieh, die der heutigen bereits sehr ähnlich war. Später wurde das Gotteshaus mehrfach erweitert.
Die Glocken der Kathedrale stammen aus Kamjanez-Podilskyj und gelangten nach 1920 gemäß den Bestimmungen des Vertrags von Riga nach Polen.
Die Kathedrale fügt sich wunderschön in die Landschaft der Brda ein. Um dies richtig zu würdigen, lohnt es sich, auf die andere Seite des Flusses zu gehen.
Im Jahr 2018 wurden während Renovierungsarbeiten am Presbyterium archäologische Untersuchungen durchgeführt, bei denen ein großer Schatz aus Münzen und Schmuck entdeckt wurde, der aus der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert stammt. Wahrscheinlich wurde er absichtlich versteckt – doch das Geheimnis bleibt bis heute ungelöst.
Der restaurierte Schatz kann auf der Mühleninsel im Europäischen Geldzentrum besichtigt werden, das vom Bezirksmuseum Leon Wyczółkowski betrieben wird.
Während eines Aufenthalts im Stadtzentrum lohnt sich auch ein Besuch der Kirche Mariä Himmelfahrt aus dem 16. Jahrhundert, die im Volksmund als Klarissenkirche bekannt ist. Der Name geht auf den Klarissenorden zurück, der im 17. Jahrhundert nach Bydgoszcz kam.
Im 19. Jahrhundert wurde der Orden aufgelöst und die Kirche säkularisiert. Seit 1993 wird die Seelsorge hier von den Kapuzinern nach der Regel des Heiligen Franziskus übernommen.
Während des Aufenthalts in Bydgoszcz sollte man außerdem die Mühleninsel besuchen, die direkt an die Altstadt grenzt, sowie die charakteristischen Rother-Mühlen.
Tatsächlich handelt es sich um eine Insel – auf einer Seite umgeben von der Brda und auf den anderen Seiten vom Młynówka-Kanal. Manche bezeichnen diese Gegend als die „Bydgoszczer Venedig“.
Die Rother-Mühlen wurden ursprünglich Anfang des 19. Jahrhunderts als Getreidespeicher errichtet, da Bydgoszcz damals ein wichtiges Zentrum des Wasserhandels war. Nach der jüngsten Revitalisierung dienen sie heute als Ausstellungs- und Veranstaltungsort.
Am zweiten Tag des Besuchs empfehlen wir, auch Gebiete außerhalb des unmittelbaren Stadtzentrums zu erkunden.
Auf der südlichen Seite der Stadt befindet sich der Dąbrowski-Hügel, der an den Kościuszko-Aufstand erinnert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dort ein Wasserturm errichtet, um die lokale Wasserversorgung zu unterstützen.
Heute beherbergt der Turm ein Wasserwerksmuseum, in dem auch wechselnde Ausstellungen lokaler Künstler stattfinden. Die besondere Attraktion ist jedoch der einzigartige Aussichtspunkt mit Blick über die Stadt.
Nordwestlich des Zentrums erreicht man den Grüngürtel entlang des Bydgoszczer Kanals. Es handelt sich um die alte Strecke des Kanals, die seit über einem Jahrhundert nicht mehr als Wasserstraße genutzt wird.
Die entlang des Kanals gepflanzten Bäume haben hier ein außergewöhnliches Erholungsgebiet geschaffen. Es ist ein echtes Juwel von internationaler Bedeutung – ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen und zu fast jeder Jahreszeit etwas Interessantes entdecken kann.
Auch im Winter herrscht hier eine besondere, stimmungsvolle Atmosphäre.
Wenn die Zeit es erlaubt, lohnt sich außerdem ein Besuch des Exploseums – eines Museums, das in einer ehemaligen deutschen Nitroglyzerin-Fabrik aus dem Zweiten Weltkrieg eingerichtet wurde.
Wer sich für die Atmosphäre dieser historischen Epoche und für moderne Präsentationen industrieller Architektur interessiert, sollte diesen Ort unbedingt auf seine Besichtigungsliste setzen.