Świecie gehört zu den ältesten Städten Polens und zeichnet sich in der Region durch seine lange und bedeutende Geschichte aus. Die frühesten schriftlichen Erwähnungen stammen aus dem 12. Jahrhundert und bezeichnen Świecie als Hauptstadt des Herzogtums Pommerellen, das von Herzog Grzymisław regiert wurde. Noch größere Bedeutung erlangte die Stadt nach ihrer Eroberung durch den Deutschen Orden, der hier eine Komturei – einen wichtigen Verwaltungsbezirk – errichtete.
Im 14. Jahrhundert ließ der Deutsche Orden eine gotische Burg erbauen, die während der Polnisch-Ordenskriege mehrfach den Besitzer wechselte. Im 17. Jahrhundert wurde die Burg während der schwedischen Invasion schwer beschädigt. Dank der im 19. Jahrhundert eingeleiteten Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen konnte sie jedoch für kommende Generationen bewahrt werden. Heute zählt die Burg von Świecie zu den bedeutendsten historischen Bauwerken der Region. In den vergangenen Jahren wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt, und weitere Maßnahmen zur Konservierung und touristischen Erschließung sind bereits geplant.